"Das Publikum für ein paar Stunden die Probleme und Sorgen des Alltags vergessen lassen"

wollten die Theaterspieler bei der Gründung unseres Vereins vor über 35 Jahren. Bis heute ist dies das Motto der Kolping-Theaterbühne Wörth an der Donau geblieben und beeinflußt maßgeblich die Auswahl der Stücke.

So kommen jedes Jahr im Frühling und im Herbst meist Komödien und bayerische Volksstücke zur Aufführung, wobei jedoch großer Wert darauf gelegt wird, daß die Stücke niveauvollen Inhalt, Witz und Unterhaltung bieten.

Unsere Nachwuchsspieler führen, in Zusammenarbeit mit "Kultur in Wörth", jährlich im Schlosskeller ein Märchentheater für jung und alt auf. Auch in der Vorweihnachtszeit spielt unsere Jugendgruppe. Für die hiesigen Betriebs- und Vereinsfeiern werden passende Einakter einstudiert.

Vorstand

v.l.n.r. Franziska Gmeinwieser, Erich Gstettner, Alois Gmeinwieser, Claudia Schneider, Jürgen Giebl, Yeliz Wiesbeck, Erwin Mayer, Anton Rothfischer, Irene Rösch und Traudl Eigenstetter.

Nach einer Gedenkminute für unsere verstorbenen Mitglieder wurde bei der letzten Generalversammlung, am 21.10.2008, unter der Leitung von Sepp Schütz die Neuwahl der Vorstandschaft durchgeführt. Hier das Ergebnis:

  • 1.Vorsitzender: Anton Rothfischer
  • 2.Vorsitzende: Irene Rösch
  • Schriftführerin: Claudia Schneider
  • Kassier: Jürgen Giebl

Beisitzer:  Erich Gstettner, Georg Walsberger, Yeliz Wiesbeck

Bestätigt wurden:

  • Erwin Mayer im Amt des Spielleiters,
  • Traudl Eigenstetter (stellv. Spielleiterin)
  • Hans Eigenstetter (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Alois Gmeinwieser (Bühnenbau und Technik)
  • Claudia und Elisabeth Schneider (Maske)
  • Fanny Gmeinwieser und Irmi Bornschlegl (Souffleusen).

  • Übrigens: Der Vorsitzende und das gesamte Theaterkollektiv würden sich freuen, wenn sich "neue Gesichter" der Kolping-Bühne anschließen würden. Interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich jederzeit mit Irene Rösch (09482/1521) in Verbindung setzen.

Wer war Adolph Kolping?

Der Schuster blieb nicht bei seinen Leisten

Priester, Sozialreformer, Publizist, Seelsorger und "Gesellenvater" - alle diese Tätigkeiten kennzeichnen Adolph Kolping (1813-1865).

Adolph Kolping wurde in Kerpen bei Köln geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach einer kurzen Schulbildung begann er im Alter von 13 Jahren eine Lehre als Schuhmacher. Zehn Jahre arbeitete er in diesem Beruf und wanderte wie andere Gesellen von Ort zu Ort.
Im Alter von 23 Jahren wagte er einen ungewöhnlichen Schritt und entschied sich, Priester zu werden. Er besuchte das Marzellen-Gymnasium in Köln und mußte sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Anschließend studierte er in München und Bonn Theologie. Am 13. April 1845 wurde Adolph Kolping in der Kölner Minoritenkirche zum Priester geweiht. Als Kaplan erhielt er seine erste Stelle in Elberfeld.
Dort begegnete er dem Elend der Arbeiter im gesellschaftlichen Wandel der Industrialisierung. Die Handwerksburschen hatten durch den Zusammenbruch des Zunftwesens ihr Zuhause in der Familie des Meisters verloren. In der Stadt an der Wupper lernte Kolping den kurz zuvor vom dortigen Lehrer gegründeten Gesellenverein kennen und wurde dessen Präses. In einem solchen Zusammenschluß erkannte er ein geeignetes Mittel zur Bewältigung sozialer Probleme. Hilfe zur Selbsthilfe, sozialer Wandel durch Veränderung des Menschen, so wird sein Ansatz später charakterisiert.
Kolping kam bald nach Köln, wo er am 6. Mai 1849 den ersten Katholischen Gesellenverein gründete. Innerhalb kurzer Zeit verbreitete sich die Idee der Selbst- und Gemeinschaftshilfe bis an die Grenzen Europas und nach Übersee.
Am 27. Oktober 1991 wurde Adolph Kolping in Rom von der Kirche selig gesprochen. Heute setzt sich sein Lebenswerk in mehr als 50 Ländern in allen Erdteilen fort.

Wie beim Theater kommt es auch im Leben nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie gut gespielt wird. Thukydides ( 400 v. Chr. )